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Am Anfang ein ganz natürlicher Ernährungstrieb!
Seine ganz natürliche Sauglust befriedigt der Säugling auch ohne Nahrungsaufnahme durch das
Lutschen an Daumen und Saugern.
Im Babyalter ist das Lutschen auch ein ganz normaler Ernährungstrieb.
Leider hält bei vielen Kleinkindern das Saug- und Lutschbedürfniss, auch wenn die Ernährung des Kindes längst
auf feste Nahrung umgestellt ist, manchmal bis zur Schulzeit an.
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Schädlich durch den dauernden Gebrauch...
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Dann ist das Bedürfniss leider nicht mehr so lustig. Denn ob mit dem Daumen oder dem Sauger: Durch den dauernden
Gebrauch deformieren sich die Zahnreihen und die
Kieferform - besonders die des Oberkiefers.
Das Ausmaß der Deformierung des Zahnbogens ist abhängig von der Lutschdauer, dem Lutschgegenstand,
der Art des Lutschens, sowie Form und Lage der Kiefer.
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Welche Auswirkung hat das Lutschen?
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Nicht jede Lutschgewohnheit führt zu einer Zahnfehlstellung.
Der Daumen oder der Nuckel kann aber wie ein Stemmkörper wirken, der sich gegen die oberen Frontzähne
preßt und gegebenenfalls durch Aufbeißen den unteren Zahnbogen zusätzlich deformiert.
Bei gleichzeitigem Saugen wird der Oberkiefer transversal verschmälert, wodurch ein Kreuzbiß der Seitenzähne
entstehen kann.
Oder der zu schmal gelutschte Oberkiefer führt zu einer Frontzahnstufe mit gleichzeitiger Behinderung des
Unterkiefer-Wachstums: eine Rücklage des Unterkiefers entsteht.
Flaschen- oder Beruhigungssauger liegen oftmals stundenlang Tag und Nacht zwischen den Zahnreihen.
Das Luftpolster drückt die Gummiflächen gegen beide Zahnreihen, intrudiert besonders die oberen
Frontzähne und biegt gleichzeitig die Kiefer zu einem "offenen Biss" auf.
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Das Lutschen - Ausdruck psychosozialer Störungen?
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Das Lutschen kann ein Ausdruck psychosozialer Störungen sein.
So kann es einerseits zu exzessivem Lutschen oder zu einer symbiotischen Anklammerung an die Eltern kommen,
wenn Kinder die Ehekonflikte der Eltern miterleben. Werden Kinder gar gezwungen, sich für einen Elternteil
zu entscheiden, sind sie hilflos überfordert.
Der weitaus größte Anteil an schädlichem Verhalten oder Fehlentwicklungen bei Kindern ist durch Gewohnheit geprägt.
So sollten sie mit einfachen Mitteln - vor allem ohne Zwang und mit viel Liebe und Zuneigung - abgestellt werden.
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Liebe und Nähe das beste Mittel gegen Lutschen!
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Auf keinen Fall drastische Methoden wählen!
Immer noch gibt es in der Literatur eine ganze Reihe von Büchern, die drastische Methoden empfehlen.
Hier sind einige Behandlungsmethoden genannt, die von Kinderärzten und Psychologen mit Recht abgelehnt werden:
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Umwickeln der Lutschfinger. |
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Überziehen von Fausthandschuhen. |
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Zunähen der Nachthemdärmel oder |
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Festbinden der Hände. |
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Solche Maßnahmen sind psychologisch falsch, mit Zwang verbunden und können außerdem Symptomverschiebungen wie
Lippen- und Zungensaugen oder Nägelkauen hervorrufen.
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Gibt es unterstützende Mittel zum Abgewöhnen?
Reflexunterbrecher
Vertretbar ist die Aufbringung von "chemischen Reflexunterbrechern" wie DAUMEXOL.
Dieser Bitterstoff sollte aber nicht ohne vorbereitendes Gespräch auf den Lutschfinger des Kindes aufgebracht werden.
Am besten ist es, wenn das Kind das Präparat selbst auftragen darf.
Das Gesicht auf dem Lutschfinger
Prof. Sander (Ulm) und Mitarbeiter publizierten eine viel beachtete psychologisch gestützte Methode:
Das Aufmalen eines Gesichtes auf den Lutschfinger. Dieser kleine "Spielkamerad" würde in der dunklen Mundhöhle
wieder verschwinden, wenn an dem betreffenden Finger gelutscht wird.
Der Anti-Lutschkalender
Hilfreich im Zusammenhang mit allen anderen Methoden ist der "Anti-Lutschkalender".
Die Kinder malen die Tage, an denen sie auf das Lutschen verzichtet haben, mit einer Sonne aus. An den Tagen
an denen gelutscht wurde, wird eine Regenwolke gemalt.
Zum Anti-Lutschkalender.
Beruhigungssauger, weniger empfehlenswert!
Mit einem "Beruhigungssauger" das Daumenlutschen zu verhindern, ist bestenfalls in den ersten Lebenswochen vertretbar.
Das Ziel muss aber sein, diesen im 2. Lebensjahr wieder loslassen zu können.
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Was Sie im Kleinkindalter tun können:
Schon im Milchgebiss können Zahnfehlstellungen durch präventive Maßnahmen vorgebeugt werden.
Oft wird dadurch die Übertragung von Fehlstellungen auf die bleibenden Zähne verhindert.
Sehr hilfreich ist:
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Aufklärung Ihrer Kinder
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Den Anti-Lutschkalender integrieren
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Die Mundvorhofplatte
Die Mundvorhofplatte (MVP), auch Lippenformer genannt,
wird ausschließlich zur Frühbehandlung bei Kleinkindern mit starken Lutschgewohnheiten eingesetzt.
Ähnlich wie bei einem Schnorchel (Tauchen) wird die Mundvorhofplatte zwischen den Zahnreihen und den Lippen getragen.
Der Druck der Lippen auf die Kunststoffflügel der MVP wird auf die Zähne übertragen
und diese werden dadurch nach hinten bewegt. Das ist sehr wichtig, denn die vorstehenden Frontzähne sind bei
Unfällen stark gefährdet.
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Ein Positionstrainer
Der Positionstrainer wird von manchen Kindern besser akzeptiert als die MVP.
Er ist aus weicherem Material und sieht aus wie ein Mundschutz für Boxer.
Es gibt ihn für verschiedene Grade der Fehlstellung und sogar für Patienten die schon eine feste Zahnspange tragen.
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Schnuller oder Daumen?
Diese Frage stellt sich schon nach der Geburt Ihres Kindes, da der Saugreflex angeboren und für den Säugling lebenswichtig ist.
Beide sind jedoch Fremdkörper im Mund und deformieren bei dauerhaftem Gebrauch die Zahnreihen und die Kieferform.
Trotzdem:
Den Beruhigungssauger kann man eines Tages wegnehmen - den Daumen nicht!
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Zu diesem brisanten Thema ist es auf jeden Fall wichtig, sich vorher zu informieren.
Aufklärung sollte schon bei den werdenden Müttern stattfinden! Sprechen Sie uns an!
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Sie haben noch Fragen?
Telefonisch erreichen Sie uns unter + 49 (0)941/54 218
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Kieferorthopädie Regensburg Dr. Kathrin Falkenstein
Moderne Zahnkorrektur · Lingualtechnik · Ganzheitliche KFO
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